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Audio glitch - bei minimaler Rechnerbelastung
Hier wurden wieder zwei Tipps angesprochen: https://forum.hauptwerk.com/viewtopic.php?f=4&t=21333
Einen hatte ich schon irgendwann mal ausgeführt: SystemRestore\SR sperren.
Die erwähnte Aufgabe UpdateOrchestrator\Report policies gibt es in meinem alten Win10 nicht, zwei Services unter UpdateOrchestrator waren bereits gesperrt, die anderen unter UpdateOrchestrator konnte ich auch ohne das erwähnte Tool psexec deaktivieren. Der PC startet wie gewohnt.
Ich habe seit etwa zwei, drei Wochen das Problem, dass bei mir Knackser auftreten. Ich kann das allerdings mit keinem Ereignis in Zusammenhang bringen, also z.B. neue Software oder Hardware. Der PC wird einfach benutzt. Was in der Zeit natürlich passiert ist, sind Updates für diverse Programme und auch Windows 11.
Ich habe zur Detektion mal Latency Monitor gestartet und kann hier zwei Problemfälle isolieren: WDF01000.sys und HDaudBus.sys.
Die im Internet vorgeschlagenen Abhilfen bin ich alle durchgegangen:
- Treiber-Update für BIOS, Chipsatz, I/O (USB), Grafik, Audio-Interface (Focusrite Scarleet 2i4 2. Gen)
- Höchstleistung als Energieprofil ist sowieso Standard wenn HW läuft
- CPU-Drosselung so gut es geht abgeschaltet
- C-States im Bios deaktiviert
In englischsprachigen Abhilfe-Beschreibungen wird noch von WDF-Diensten gesprochen, die man deaktivieren kann. Diese habe ich aber in meiner deutschen Dienste-Übersicht nicht gefunden. Sysmain, Systemrestore etc. sind sowieso deaktiviert. HW wird auch über diese Task Scheduler Routine von Montre in Echtzeit ausgeführt.
Trotzdem werden diese beiden sys-Dateien in Latency Mon immer wieder auffällig und es knackst im Kopfhörer. So langsam fehlt mir die Fantasie, was ich noch machen könnte.
Hat von euch jemand auch dieses Problem oder eine Idee, was man noch tun könnte?
Edit: ich beobachte auch oft, dass die CPU-Anzeige in HW "flattert" und hohe Auslastung anzeigt, während der Task-Manager eine tiefenentspannte CPU mit 3% Auslastung anzeigt.
#33
Hi, @Soubasse ,
Die beiden Treiber geben schon eine Richtung vor:
HDAudBus.sys gehört zum Windows HD-Audio-Bus (Onboard-Sound bzw. HDMI-Audio der Grafikkarte). Wenn du sowieso nur über das Scarlett arbeitest, würde ich testweise Onboard-Audio und ggf. auch HDMI/Display-Audio im Geräte-Manager deaktivieren. Dieser Treiber taucht bei DPC-Problemen relativ häufig auf.
WDF01000.sys ist nur das Windows Driver Framework – das bedeutet meist, dass ein anderer Gerätetreiber (oft USB oder Netzwerk) die Latenzen verursacht.
Da das Problem erst seit Windows-Updates auftritt, könnte Windows auch einen Treiber durch einen generischen ersetzt haben. Deshalb würde ich noch einmal die Chipsatz- und USB-Treiber direkt vom Mainboardhersteller neu installieren.
Dass in Hauptwerk die CPU-Anzeige flattert, während der Task-Manager nur wenige Prozent zeigt, ist typisch für DPC-Spikes durch Treiber – passt also zu dem, was LatencyMon anzeigt.
Viel Erfolg und Grüße
Gib mal in copilot.com ein: Was ist ein WDF-Dienst?
Danach habe ich eingegeben:
Es geht um Audio-Knackser bei der Anwendung Hauptwerk. Der Latency Monitor kann zwei Problemfälle isolieren: WDF01000.sys und HDaudBus.sys. Wie kann man die Störungen beseitigen?
Dann kannst du dich evtl. weiter durchhangeln.
KI meint unten:
"Wenn du willst, können wir das gemeinsam eingrenzen
Sag mir kurz:
Welche CPU hast du?
Welches Audio‑Interface nutzt du?
Welche Windows‑Version?
Welche Werte zeigt LatencyMon bei „Highest DPC routine execution time“?
Dann kann ich dir sehr gezielt sagen, wo der Flaschenhals sitzt."
Viel Erfolg!
VG
Wolfgang
Edit:
Ein Windows-Update setzt gerne mal Einstellungen zurück. Du musst halt alle Optimierungsschritte nochmal durchgehen. Am besten gleich dokumentieren, damit das nächste mal die Kontrolle der Einstellungen vereinfacht wird.
Vielleicht liegt es unter anderem durchaus am Audio Interface.
Mein erstes Interface war ein Focusrite Scarlett 4i4, eine gute Start Lösung wie mir versichert wurde. Das erledigte seine Arbeit am Anfang gut, ich war zufrieden. Nach einer weile ca. 1.5 Jahre, kamen dann die vorher schon genannten Probleme wie, hängen gebliebene töne auf 3 verschiedenen Manualen immer unterschiedlich, sowohl auch im Pedal. 1x PC abgestürzt als ich die Stecker am Interface überprüfte. Verschiedene Kabel ausgetauscht, etc. Die Performance hat mich ab und zu wieder geärgert. Ich hatte das Interface ca. 3 Jahre lang im Einsatz. Danach habe ich mir bei einer Gelegenheit eine gebrauchte Motu 624 AVB zugelegt und wie gesagt alleine dadurch hatte ich eine Klangverbesserung von ca. 15-20%. Es wahr spürbar Hörbar. Auch keine hängengebliebene töne, kein knacksen oder ähnliches. Parallel dazu dann habe ich eine andere HW Orgel aufgebaut Guter PC/Verstärker/Hifi Lautsprecher und eine "gutes" ESI U86 XT Interface. Bei diesem Interface (Neu) hatte ich immer wieder mal minimales feines knacksen das ich nach vielen Versuchen nie wegbekommen habe. Beim nachfragen in anderem Foren wurde mir auch nahegelegt das Ding in den Müll werfen und unbedingt und nur ein RME kaufen, was mich sehr geärgert hatte.
Da ich aber direkt mit meinem 624 Interface vergleichen konnte und dabei keine Störungen hatte, gab ich das Interface dann nach mehreren Monaten kulanzweise zurück zum Händler. Habe dann ein anderes Motu Model gekauft und eingebaut, bin 100% zufrieden.
Meine Erfahrung ist das Interface und speziell der DAC-Wandler darin (beim Motu der ESS Sabre32) eines der wichtigsten Komponenten eines HW Spieltisches ist.
Natürlich habe ich auch HW in Echtzeit starten eingestellt, finde ich sehr gut. Die Anleitung Glitch Free von Herr Robinson habe ich auch Eingestellt (bis auf ein Punkt). Diese zwei Hinweise sind Hilfreich und funktionieren sehr gut. Vielleicht Versuchst du mal nebenher Leihweise ein anderes Interface aus.
Ich habe jetzt onboard Audio im Bios deaktiviert, das hat schonmal hinsichtlich HDaudbus.sys Abhilfe geschaffen.
Bzgl. Treiber habe ich an Neuinstallation alles durch was geht, also einfach das Komplettpaket vom Mainboard-Hersteller neu installiert, danach von Intel nochmals Chipsatz und Grafiktreiber neu. Da müssten auch USB-Treiber dabei gewesen sein. Ich hatte auch das Audio Interface sowie meine USB-MIDI-Geräte schon abgezogen. Aber auch da kommt der Fehler. Gerade eben habe ich sogar ohne Maus und Tastatur getestet. Ebenfalls Fehler.
Latency Mon weist noch auf Power Management hin und CPU Throttling. Klar, ich kann im BIOS das noch deaktivieren, sprich die "Sicherheitsfunktion", dass die CPU gedrosselt wird, wenn sie überhitzt. Das passiert bei mir an sich nicht. Wobei ich mich frage, welche Auswirkung das im Idle haben soll. Denn Lateny Mon wird bereits im Idle ohne laufende Anwendungen "rot".
@ Stefan
Danke für deine Ausführungen! Du meinst, das Interface kann auch von jetzt auf gleich Treiber-Probleme verursachen ohne Änderung? Ein bisschen dagegen spricht aus meiner Sicht, dass Latency Mon auch mit abgestecktem Interface reagiert hat.
#38
Gut, dass das Deaktivieren von Onboard-Audio HDAudBus.sys beruhigt hat.
Der entscheidende Hinweis ist aber, dass LatencyMon auch ohne Scarlett, MIDI, Maus und Tastatur bereits im Idle rot wird. Damit ist das Audio-Interface sehr wahrscheinlich nicht die Ursache, sondern ein System-/Treiberproblem.
Ein häufiger Kandidat ist der Netzwerk-Treiber (LAN/WLAN). Diese erzeugen unter Windows relativ oft DPC-Spikes, die in LatencyMon dann z.B. über WDF01000.sys sichtbar werden.
Ich würde testweise einmal LAN/WLAN im Geräte-Manager deaktivieren und LatencyMon nochmals laufen lassen.
(Das CPU-Throttling wegen Überhitzung im BIOS würde ich übrigens nicht abschalten – das ist nur eine Notfall-Schutzfunktion und hat im Idle keine Wirkung.)
Gute Nacht-Sitzung :-)
Na ja vielleicht nicht jetzt auf gleich, ich bin immer wieder mal am herumexperimentieren sowie auch damals. Immer auf der Suche nach Perfektion, obwohl das manchmal genau das Gegenteil mit sich bringt. Es ist auch schon vorgekommen das ich das Interface unwissend falsch eingestellt hatte und mir dabei die Settings versaut habe. Manchmal ist dann einen Factory Reset nötig sollte man es nicht mehr hinbekommen. Aber beim 2i2 oder 4i4 gibt es nicht allzu viele Parameter zum Einstellen, soweit ich mich Erinnern kann. Die neusten Treiber, hatte ich auch und manchmal wurde mir Empfohlen eine ältere letzte Version zu Installieren, weil mein PC damals schon älter war. Aber die Probleme konnte ich so und anders nicht lösen. Erst nachdem ich das Interface gewechselt habe.
Ob das in deinem Fall das Interface ist kann ich natürlich nicht sagen, ich erzähle nur wie es mir ergangen ist. Aber es währe interessant zu wissen ob du die Probleme immer noch hast wenn du ein (so oft empfohlenes) RME, Motu Interface dranhängst.
Den LAN-Controller hatte ich gestern mal im Geräte Manager deaktiviert, das Problem in LM war aber nach wie vor da. WLAN/BT kann mein Mainboard nicht.Grafiktreiber ist auf dem aktuellsten Stand und das auch direkt von Intel und nicht durch den MB-Hersteller "gefiltert". So langsam fehlt mir die Fantasie, woran es liegen kann. Zumal es wie gesagt bis vor zwei drei Wochen über Jahre anstandslos funktioniert hat. Ultima Ratio wäre dann, das System einmal neu aufzusetzen. Früher war das bei Windows alle Jubeljahre mal dran...
Und ich habe "unglücklicherweise" den Übeltäter gefunden. Nachdem @Klang-Kanone zusammengefasst hatte, dass ich alle MIDI-Geräte abgesteckt habe, ist mir eingefallen, dass ich ein MIDI-Gerät noch dran hatte. Das ist das einzige, was nicht über einen USB-Hub läuft, sondern direkt am PC steckt. Nämlich weil es der Arduino Due ist, der Manuale und Pedal scannt und damit die störungsfreieste Verbindung haben sollte. Seitdem läuft LM Langzeit-unauffällig. Kaum ein Ausschlag bei der ISR-Anzeige und im grünen Bereich bei DPC.
Dass dieser nun Auslöser ist, stellt mich vor ein schwieriges Problem. Und auch hier gilt: das Gerät wurde in den vergangenen Wochen und Monaten weder angefasst, noch geändert. Irgendwo hatte ich gelesen, dass die Verwendung anderer USB-Ports helfen könnte. Einen zweiten USB 2.0 Port habe ich noch, mit 3.x soll es Probleme bei MIDI geben, habe ich gehört.
#43
Gut eingegrenzt – wenn LatencyMon sofort ruhig wird, sobald der Arduino ab ist, ist der Übeltäter ziemlich klar.
Dass so etwas plötzlich auftritt, obwohl am Gerät nichts geändert wurde, ist leider nicht ungewöhnlich. Oft reicht schon ein Windows- oder USB-Treiber-Update, damit sich das Timing eines USB-Geräts minimal ändert.
Ein paar Dinge, die du noch versuchen könntest:
den anderen USB-2.0-Port testen
ggf. sogar USB-3-Port probieren – viele MIDI-Geräte laufen dort trotzdem problemlos
im Geräte-Manager beim USB-Controller USB-Energiesparen deaktivieren
Arduino einmal neu flashen / neu enumerieren lassen
Gerade bei selbstgebauten Arduino-MIDI-Interfaces reagieren Windows und USB manchmal empfindlich auf kleine Timing-Änderungen.
🙋
#44
PS: ein paar Dinge kann man zusätzlich noch probieren:
anderen USB-Controller nutzen (z.B. über eine separate PCIe-USB-Karte). Das löst erstaunlich oft Timing-Probleme bei MIDI/Arduino.
den Arduino über einen guten USB-Hub anschließen (klingt paradox, kann aber helfen, weil der Hub das USB-Timing entkoppelt).
im Geräte-Manager → USB-Root-Hub überall „Computer kann Gerät ausschalten…“ deaktivieren.
im BIOS ggf. „Legacy USB / USB power saving / ErP“ prüfen bzw. testweise ändern.
den Arduino einmal komplett neu erkennen lassen (Gerät im Gerätemanager löschen → neu anstecken).
Bei selbstgebauten Arduino-MIDI-Interfaces sind solche USB-Timing-Effekte leider nicht ganz selten, besonders nach Windows- oder Chipsatz-Updates. Oft reicht aber schon ein anderer USB-Controller oder Port, um das Problem dauerhaft zu beseitigen.
Viel Erfolg und Grüße
Das sind super Hinweise, probiere ich heute Abend sämtlich aus. Vor kurzem hatte ich diesen Arduino erst von einem höherqualitativen USB Hub abgesteckt, in der Annahme das sei besser. Vlt. war das im Nachhinein nicht so und ich stecke den wieder zurück. Ich nutze als Hub einen Exsys Ex-1177.
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