Audio glitch - bei minimaler Rechnerbelastung

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25.08.2026 12:58
avatar  Stefan
#76
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Mein Main Board ist ein Gigabyte Z890M Gaming mit Intel Core Ultra7 265K CPU und 2x 48 GB RAM. Läuft auf Win 11 Version… ca. 2025 (muss ich nachschauen)
Habe seit 23 Juli IntelTurbo Boost Technologie im Bios deaktiviert.
Habe seit 19 Juli Extreme Memory Profile(XMP) von deaktiviert auf XMP1 eingestellt.

Das mit der „Stille“ ist sicherlich ein anderes Problem da hast du recht. Manchmal erkennt es das Midi Signal vom Pedal nicht, dann muss ich den 5V Netzstecker ziehen und wieder einstecken. Wenn es aber spielt (99%) hat es bisher nicht unterbrochen. Ist eigentlich nur nachdem ich die Orgel wieder mal putze und deswegen das Pedal wegnehme. Bin mir am überlegen ob ich die ganze Elektronik Pedal/Manuale neu zulege, habe noch ein alte Elektronik/System (selbst gelötet) von OSI, mittlerweile hat er die Elektronik arg verbessert mit Arduino, usw. Da kenne ich mich mittlerweile ein bisschen aus, bin aber nicht gut bewandert mit der ganzen Elektronik. Oder ein Wechsel zu Pausch oder Gino…?


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25.08.2026 13:18
#77
Kl

Hallo Stefan,

wichtig ist noch eine Präzisierung: Bei meinem Rechner genügte es nicht, den Turbo beziehungsweise „Core Performance Boost“ lediglich auszuschalten. Auch danach traten noch Glitches auf. Erst als ich den maximalen Takt gezielt auf einen mittleren, gleichmäßigeren Bereich von ungefähr 4,3 bis 4,6 GHz begrenzte – bei mir am besten etwa 4,5 GHz –, lief selbst die sehr anspruchsvolle Kombination aus großer Hauptwerk-Orgel und zahlreichen VSL-Spuren störungsfrei.

„Turbo Boost aus“ ist daher nicht genau dasselbe. Dein 265K dürfte dann mit den P-Kernen nur noch ungefähr beim Basistakt von 3,9 GHz laufen. Möglicherweise ist das schon wieder unnötig niedrig: Mit Turbo entstehen die starken Sprünge bis 5,5 GHz, ohne Turbo fehlt dagegen etwas Reservetakt. Der interessante Mittelweg wäre eine Begrenzung auf ungefähr 4,5 GHz.

Beim Gigabyte-BIOS müsstest du im erweiterten Modus unter „Tweaker“ nach einer Einstellung wie

- „Performance CPU Clock Ratio“,
- „P-Core Ratio“ oder
- „Turbo Ratio“

suchen. Die Bezeichnung hängt von der BIOS-Version ab. Bei 100 MHz Basistakt entspricht der Multiplikator 45 einem Takt von 4,5 GHz. Wichtig wäre:

- nur den maximalen P-Core-Multiplikator auf 45 setzen,
- den Basistakt bei 100 MHz belassen,
- Spannungen und Power-Limits nicht verändern,
- „Intel 200S Boost“ beziehungsweise „Ultra Turbo Mode“ nicht aktivieren,
- die ursprünglichen Einstellungen vorher fotografieren.

Möglicherweise muss Intel Turbo Boost dafür wieder aktiviert werden, damit sich ein maximaler Multiplikator von 45 einstellen lässt. Der Turbo wäre dann zwar aktiv, dürfte aber nicht mehr bis 5,5 GHz gehen. Wenn du den entsprechenden Menüpunkt nicht eindeutig findest, würde ich nichts auf Verdacht verändern, sondern zunächst ein Foto der betreffenden BIOS-Seite zeigen.

Vor diesem Taktversuch würde ich XMP1 wieder deaktivieren und damit getrennt testen. XMP verändert Speichertakt, Timings und teilweise weitere Latenzeinstellungen des Mainboards. So lässt sich vermeiden, dass du zwei Veränderungen gleichzeitig beurteilen musst.

Wegen des Pedals würde ich die komplette Elektronik noch nicht austauschen. Dass ein digitales Gerät oder seine Steuerelektronik gelegentlich erst nach kurzem Ziehen und Wiedereinstecken der Stromversorgung sauber erkannt wird, kommt durchaus vor. Das habe ich bei ganz unterschiedlichen Geräten selbst schon erlebt. Wenn das Pedal danach zu 99 Prozent zuverlässig spielt und während des Spielens nicht ausfällt, würde mich das allein nicht beunruhigen. Allenfalls Stecker, Kabel und 5‑V-Netzteil würde ich bei Gelegenheit kontrollieren.


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25.08.2026 13:19
#78
Kl

Noch eine kleine Ergänzung zur Kontrolle: Im Windows-Task-Manager unter „Leistung – CPU“ kannst du bei „Geschwindigkeit“ beobachten, ob der Takt während Hauptwerk ungefähr bei 4,5 GHz oder etwas darunter bleibt und nicht mehr bis 5,5 GHz springt. Bei meinem Rechner ist er seit der Begrenzung dort sehr gleichmäßig; allenfalls geht er etwas herunter.


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25.08.2026 16:45
avatar  Stefan
#79
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Danke für deinen vielen hinweisen das werd ich heut Abend mal versuchen so einzustellen. Ich geb dir wieder ne Rückmeldung.
Lg, Stefan


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25.08.2026 19:09
avatar  Stefan
#80
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- Turbo Boost habe ich aktiviert
- XMP1 ist deaktiviert
Bei Efficiency CPU Clock Ratio kann ich wählen zwischen Auto oder einen Bereich von 8-85.Bild entfernt (keine Rechte)Bild entfernt (keine Rechte)Bild entfernt (keine Rechte)Bild entfernt (keine Rechte)Bild entfernt (keine Rechte)


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25.08.2026 19:15
avatar  Stefan
#81
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Bild entfernt (keine Rechte)Bild entfernt (keine Rechte)Bild entfernt (keine Rechte)


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25.08.2026 19:18
avatar  Stefan
#82
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Bild entfernt (keine Rechte)


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25.08.2026 19:25
avatar  Stefan
#83
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IGP Rate ist auf Auto Eingestellt.Bild entfernt (keine Rechte)


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25.08.2026 19:33
avatar  Stefan
#84
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Bios Version ist F7, mittlerweile gibt es mehrere Updates bis F20.
Bild entfernt (keine Rechte)Bild entfernt (keine Rechte)

Müsste ich den alle 3 F20 Instalieren oder einfach den letzten (Datum) aktuellsten??


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25.08.2026 22:37
#85
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Normalerweise reicht es aus, die aktuellste Version zu installieren.


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25.08.2026 22:54
avatar  Stefan
#86
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Ok, ist aktuell. Wenn ich im Bios bin geht jetzt der Bildschirm immer wieder an und aus (flackert) ??
Die folgende Meldung habe ich noch bekommen for dem letzten BIOs Ubdate. (Habe alle 3 nacheinander dem Datum Installiert.)
Bild entfernt (keine Rechte)
Alle Treiber sollten jetzt aktuell sein


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25.08.2026 23:17 (zuletzt bearbeitet: 25.08.2026 23:19)
avatar  Montre
#87
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Bitlocker braucht man bei einem stationären Rechner nicht. Sollte man ausschalten. Das kann bei PC-Problemen schwerwiegende Folgen haben (eigene Erfahrung). Wer kennt schon das Passwort dafür, oder hat in der Problem-Situation (k)einen Internet-Anschluss für die Cloud, wo der Schlüssel ggf. liegt. Unbedingt die KI fragen.


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26.08.2026 09:01
#88
Kl

Guten Morgen, Stefan,

„Efficiency CPU Clock Ratio“ betrifft nur die E‑Kerne, „IGP Ratio“ die integrierte Grafik – beides auf Auto lassen.

Teste jetzt zuerst Hauptwerk mit BIOS F20, XMP deaktiviert, Turbo Boost aktiviert und sämtlichen Taktmultiplikatoren auf Auto. So lässt sich erkennen, ob das umfangreiche BIOS-Update allein schon etwas verbessert hat.

Falls weiterhin Glitches auftreten, wäre der nächste Test die Begrenzung der Performance-/P‑Kerne auf ungefähr 4,5 GHz. Dafür brauchst du eine Einstellung wie „Performance CPU Clock Ratio“ oder „P‑Core Ratio“. Dort würde bei 100 MHz Basistakt der Wert 45 eingetragen. E‑Kern-Takt, IGP-Takt, Basistakt und Spannungen bleiben unverändert auf Auto.

Beste Grüße


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26.08.2026 20:35
avatar  Montre
#89
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Hallo Stefan, ich weiß nicht, ob das in diesem Faden schon vorkam - hier die Übersetzung aus dem HW-Handbuch:

Zitat
Bei einigen PCs treten Probleme auf, weil andere Programme oder Prozesse mit hoher Priorität bestimmte CPU-Kerne stark beanspruchen, während Hauptwerk läuft (wie dies bei bestimmten AMD-basierten Systemen der Fall war), was zu Audio-Störungen in Hauptwerk führt. Wenn möglich, empfehlen wir dringend, den betreffenden Prozess zu identifizieren und dessen Ausführung während der Nutzung von Hauptwerk zu vermeiden. Sollte dies nicht möglich sein, können Sie versuchsweise die Option “Bind audio engine threads to CPU cores on Windows?” im Hauptwerk-Menü unter „Settings | General: Preferences | Main …“ deaktivieren. Auf einigen PCs kann das Deaktivieren dieser Option jedoch die Leistung von Hauptwerk beeinträchtigen und gelegentliche Audio-Störungen begünstigen (da Windows die Audio-Threads zwischen den Kernen verschiebt und diese dann möglicherweise auf denselben CPU-Kernen ausführt wie die Hintergrundmodelle von Hauptwerk).


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27.08.2026 16:32
#90
Kl

Das probeweise Entfernen des Häkchens bei „Bind audio engine threads to CPU cores on Windows?“ hat bei meinem Rechner keine erkennbare Veränderung bewirkt.

Habe recherchiert: Ein gesetztes Häkchen bedeutet übrigens keineswegs, dass Hauptwerk nur einen einzigen CPU-Kern benutzt. Hauptwerk arbeitet weiterhin parallel mit mehreren Audio-Threads auf mehreren Kernen. Die einzelnen Threads werden lediglich gezielt bestimmten Kernen zugeordnet, damit Windows sie nicht fortwährend zwischen den Kernen verschiebt.

Was sich bei mir dagegen auch auf den neuen, extrem schnellen Rechnern weiterhin als notwendig erwiesen hat, ist der Start von Hauptwerk mit der Windows-Prioritätsklasse „Echtzeit“. Entscheidend ist nicht die durchschnittliche CPU-Auslastung, sondern dass jeder einzelne Audiopuffer innerhalb weniger Millisekunden fertig berechnet wird. Unter normaler oder nur hoher Priorität kann Windows einen Hauptwerk-Thread wohl kurzzeitig zugunsten irgendeines anderen Prozesses unterbrechen. Schon eine solche kurze Verzögerung kann einen Glitch verursachen, obwohl der Rechner insgesamt nur minimal belastet ist.

Das Hauptwerk-interne Häkchen „Try to run Hauptwerk at real-time priority on Windows“ lasse ich selbstverständlich gesetzt. „Try to“ bedeutet aber eben nur, dass Hauptwerk versucht, diese Priorität bei Windows anzufordern. Ich habe bei manchen Rechnern bereits erlebt, dass Hauptwerk anschließend nur mit hoher Priorität lief, nicht wirklich mit Echtzeitpriorität. Deshalb starte ich Hauptwerk zusätzlich über die hier im Forum bereits gezeigte Verknüpfung beziehungsweise Startdatei unmittelbar in Echtzeit. Damit ist dieser Zustand nicht nur angefordert, sondern von Beginn an festgelegt.


PS: Wer parallel Ableton/Reaper etc. mit VST Instrumenten verwendet, sollte meines Erachtens auch dies in Echtzeit starten. Es wäre nicht sinnvoll, nur Hauptwerk auf Echtzeit zu setzen: Dann könnte Hauptwerk das lediglich mit normaler oder hoher Priorität laufende DAW Programm im entscheidenden Moment verdrängen und gerade dort Glitches verursachen. Wenn beide Programme gleichzeitig für die Klangerzeugung gebraucht werden, sollten deshalb auch beide mit Echtzeitpriorität laufen. Bei mir funktioniert das seit Jahren problemlos; Störungen von Windows, Maus oder anderen Systemfunktionen hatte ich dadurch noch nie.


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