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Neue Youtube-Reihe "about Hauptwerk" - am Ende hat es doch noch geklappt!
Schon seit Jahren hatte ich geplant, was ich jetzt endlich umsetze: eine eigene Youtube-Videoreihe zu unser aller Lieblingsthema "Hauptwerk".
Leider spielt das Leben öfter den Regisseur als man sich das wünscht, vieles, was man sich vornimmt, klappt am Ende nicht, weil immer etwas anderes, etwas "wichtigeres" zu beachten ist, was man sich zumeist nicht aussuchen kann.
Aber jetzt - mit ca. 3 Jahren Verzögerung - habe ich es geschafft:
Die erste Folge von "about Hauptwerk" ist nun fertig produziert und auch online. Darin stelle ich das Sample-Set von Pipeloops der Eule-Orgel in der Mercatorhalle in Duisburg vor.
Ich freue mich, jetzt sind es keine Pläne mehr, sondern Fakten. 🙂
https://youtu.be/IRVN-0LR_m8
Und damit der Restart meines Hauptwerk-Lebens noch etwas interessanter wird, liefere ich gleich noch eine Einspielung von Howells "Master Tallis' Testament" mit diesem Sampleset mit:
https://youtu.be/s3yrxFpdltc
Ich bin gespannt, ob und wie Euch beides gefällt.
Vielen Dank. Es gibt derzeit ja eine ganze Welle an englischen Orgeln für HW, die bisher noch unterrepräsentiert waren. Ich war bei der Eule-Orgel aus Duisburg erst skeptisch, weil Konzertsaalorgeln oft keine berauschende Akustik haben. Aber das Video hat mich neugierig gemacht, so dass ich mir erst die Testversion und mittlerweile die Vollversion beschafft habe. Da ich mich gerade auf vier Manuale erweitere, trifft sich das gut. Vielleicht schaffe ich es noch, ihr eine Sekunde mehr Hall zu verleihen.
Frage an ChatGPT: Was unterscheidet eine englische Orgel wie die Willis in Hereford von der Eule-Orgel im englischen Stil in der Mercatorhalle?
Wenn im Folgenden ein "Ich" auftaucht, dann ist das der Text von chatGPT und nicht meiner (montre) ;-)
1. Historischer Kontext vs. stilistische Nachbildung
Willis-Orgel, Hereford Cathedral
- Gebaut (und mehrfach erweitert) von Henry “Father” Willis im 19. Jahrhundert
- Teil der authentischen englisch-viktorianischen Tradition
- Klang, Disposition und Technik sind organisch aus der Liturgie und dem Raum der Kathedrale gewachsen
- Dient primär dem anglikanischen Gottesdienst, Chorbegleitung und der englischen Orgelliteratur
Eule-Orgel, Mercatorhalle Duisburg
- Neubau (20./21. Jahrhundert) einer deutschen Orgelbauwerkstatt
- Bewusste Stilkopie bzw. -adaption des englischen Symphonic Style
- Nicht historisch gewachsen, sondern konzeptionell geplant
- Primär ein Konzertinstrument für sinfonische und orchestrale Effekte
2. Klangästhetik
Willis (englische Kathedralorgel)
- Sehr runde, warme, tragfähige Grundstimmen
- Charakteristische Diapasons mit enormer Klangtiefe
- Zungenstimmen eher edel, gedeckt, weniger aggressiv
- Der Gesamtklang ist: - homogen
- choraltragend
- weniger auf Durchschlagskraft als auf Würde und Kontinuität ausgelegt
Eule-Orgel, Mercatorhalle Duisburg
- Ebenfalls warme Grundstimmen, aber: - oft etwas klarer und direkter
- Insgesamt flexibler zwischen: - englischer Wärme
- stärker auf Konzertdurchsetzung ausgelegt
- Zungen meist brillanter, teils orchestraler
- deutscher Transparenz
- moderner Dynamik
3. Technische Anlage und Spielweise
Willis
- Klassisch englische Technik: - pneumatische bzw. elektro-pneumatische Trakturen (je nach Bauphase)
- Registrieren erfolgt eher in großen Klangflächen
- Crescendi entstehen organisch, nicht abrupt
- ausgefeilte Koppelsysteme
Eule
- Moderne Spiel- und Registertraktur
- Sehr präzise, schnelle Ansprache
- Kombinationen und Setzeranlage für komplexe Konzertprogramme
- Mehr technische Kontrolle über Dynamik und Artikulation
4. Raumbezug
Hereford Cathedral
- Riesiger, halliger Sakralraum
- Der Klang darf „schwimmen“
- Einzelstimmen sind weniger exponiert, der Gesamtklang zählt
Mercatorhalle
- Akustisch kontrollierter Konzertsaal
- Die Orgel muss: - präzise artikulieren
- sich gegen Orchester behaupten
- Details hörbar machen
5. Fazit in einem Satz
Die Willis-Orgel in Hereford verkörpert den ursprünglichen englischen Kathedralstil aus seiner Zeit heraus, während die Eule-Orgel eine moderne, technisch präzisere und vielseitigere Interpretation dieses Stils für den Konzertsaal darstellt.
Einordnung anhand konkreter Registertypen (Diapason, Tuba, Strings)
Gerade Diapason, Tuba und Strings zeigen sehr deutlich, wo eine originale englische Kathedralorgel (Willis, Hereford)
und eine moderne englisch inspirierte Eule-Orgel (Mercatorhalle) auseinandergehen.
Ich gehe Registertyp für Registertyp vor und vergleiche Klang, Bauweise und Funktion.
1. Diapason – das Herz der englischen Orgel
Willis-Orgel, Hereford
- Open Diapason ist das Fundament
- Sehr breit mensuriert, weich ansprechend
- Klang: - warm
- Wenig Obertonglanz, kaum „Kante“
- Entwickelt sich erst im Raum → ideal für Choral- und Psalmbegleitung
- Mixturen sind zurückhaltend, der Diapasonchor trägt fast allein
- rund
- tief verankert im Raum
Eule-Orgel, Mercatorhalle
- Diapasons bewusst englisch gedacht, aber: - etwas schlanker
- Besser definierter Tonansatz
- Funktioniert auch ohne großen Hall
- Diapasonchor kann orchestrale Funktionen übernehmen
- klarer im Obertonspektrum
2. Tuba – Macht vs. Kontrolle
Willis, Hereford
- Tuba Mirabilis / Tuba Magna
- Extrem hoher Winddruck
- Fast „brüllend“, aber: - nicht scharf
- Steht oft separat (Solo Division, hoher Wind)
- Wird selten eingesetzt – ein „Kronjuwel“
- eher monumental als aggressiv
Eule, Mercatorhalle
- Tuba klar englisch geprägt, aber: - kontrollierter
- Kann sich gegen Orchester durchsetzen, ohne alles zu überdecken
- Auch solistisch differenziert spielbar
- besser intoniert für präzise Einsätze
3. Strings – englische Noblesse vs. moderne Farbpalette
Willis, Hereford
- Typische Register: - Salicional
- Warm, schwebend, aber nicht extrem schmal
- Nie „nervös“
- Zusammen mit Celestes sehr weich, fast chorartig
- Ideal für: - Evensong
- Viola
- leise Chorbegleitung
- meditative Zwischenspiele
Eule, Mercatorhalle
- Strings oft: - schmaler mensuriert
- Celestes deutlicher schwebend
- Größere dynamische Bandbreite
- Solistisch gut einsetzbar
- stärker streichend
4. Zusammenspiel der Register
Willis
- Register sind nicht auf Kontrast, sondern auf Verschmelzung ausgelegt
- Diapason + Strings + gedeckte Zungen = homogener Gesamtklang
- Weniger solistische Brillanz, mehr Gesamtwirkung
Eule
- Register stärker charakterisiert
- Klare Abstufungen: - Grundstimmen
- Ideal für: - Transkriptionen
- Soloregister
- Effektregister
- sinfonische Literatur
- Orgel mit Orchester
Kurzfazit nach Registertypen
| Registertyp | Willis (Hereford) | Eule (Mercatorhalle) |
|---|---|---|
| Diapason | breit, warm, raumfüllend | schlanker, klarer |
| Tuba | monumental, selten, majestätisch | brillant, kontrolliert |
| Strings | weich, nobel, verschmelzend | farbig, solistisch |
| Gesamtidee | liturgische Würde | konzertante Flexibilität |
Ich nehme ein typisches englisches pp – ff - Crescendo und zeige Schritt für Schritt, wie es auf einer echten Willis-Kathedralorgel (Hereford) funktioniert – und wie dasselbe Ziel auf der Eule-Orgel in der Mercatorhalle erreicht wird. Gerade hier wird der stilistische Unterschied praktisch hörbar.
Ich beschreibe bewusst nicht abstrakt, sondern so, wie ein Organist tatsächlich registriert.
I. Willis-Orgel (Hereford)
„Crescendo durch Würde und Schichtung“
Das englische Crescendo ist kein Effekt, sondern ein Wachsen des Körpers.
pp – Gebet, Ferne
- Choir: - Lieblich Gedackt 8′
- Swell: - Gedackt 8′
- Swell box fast geschlossen
- Salicional 8′
p – erster Körper
- Swell: - Open Diapason 8′
- Choir bleibt leise
- Swell box leicht geöffnet
- Salicional 8′
mp – Fundament wächst
- Swell: - Principal 4′
- Great: - Open Diapason I 8′
- Choir koppelt leise an Great
mf – englische Gravität
- Great: - Open Diapason II 8′
- Swell: - 4′ bleibt
- Swell box weiter geöffnet
- Hohlflöte 8′
f – erste Krone
- Great: - Principal 4′
- Swell: -Cornopean 8′ (gedeckt, edel)
- Pedal: - Open Wood 16′
ff – Festival
- Great: - Mixture (zurückhaltend)
- Swell: - Box ganz offen
- Pedal: - 16′ + 8′
- Tuba bleibt noch draußen
fff – Ausnahmezustand
- Solo: - Tuba Mirabilis 8′
- ggf. Solo an Great gekoppelt
II. Eule-Orgel (Mercatorhalle)
„Crescendo durch Kontrolle und Differenzierung“
Hier ist das Crescendo planbar, präzise und dynamisch abgestuft.
pp – kammermusikalisch
- Schwellwerk: - Gedackt 8′
- Schwellkasten stark geschlossen
- Streicher 8′
- Celeste
p – Farbe
- Schwellwerk: - Prinzipal 8′
- evtl. 4′ Flöte
- Schwellkasten leicht geöffnet
mp – Struktur
- Hauptwerk: - Diapason 8′
- Schwellwerk gekoppelt
- Pedal: - Subbass 16′
mf – orchestrale Breite
- Hauptwerk: - Zweiter 8′
- Schwellwerk: - Streicher + 8′-Zunge (weich)
- Prinzipal 4′
f – Brillanz
- Hauptwerk: - Mixtur
- Pedal: - 8′
- Schwellwerk: - Box offen
ff – sinfonischer Höhepunkt
- Solo: - Tuba 8′
- Koppeln alle Werke
- Volle Pedalbasis
III. Der Kernunterschied in einem Satz
Bei Willis wächst das Crescendo aus der Tiefe und verschmilzt, bei Eule wird es gestaffelt, kontrolliert und bewusst kontrastiert.
Oder poetischer:
Willis: „Der Klang erhebt sich wie ein Dom.“
Eule: „Der Klang entfaltet sich wie ein Orchester.“
Schon interessant, was chatGPT einem so alles erzählen kann. Interessant wäre auch, wo es die ganzen Details so gefunden hat, denn es tut ja so, als ob es die beiden Orgeln sehr gut kennen würde. Dabei werden viele Details aufgelistet, die man so nicht im Internet findet, was eben die Frage nach der Herkunft der Informationen aufwirft.
Das natürlich zwischen einer Kathedralorgel und einer Konzertsaalorgel grundsätzliche Unterschiede bestehen, sollte ja nun nicht wirklich überraschen. Die richtige Frage wäre also, was die Eule-Orgel von ihren Vorbildern, den englischen Town-Hall Orgeln unterscheidet.
Grundsätzlich finde ich das Ergebnis interessant und zeigt schön die Unterschiede auf, was kein Nachteil sein muss. Auf Quellenhinweise habe ich nicht geachtet, werde das aber zukünftig tun. Deine Frage liefert diese Daten:
Was unterscheidet die Eule-Orgel in der Mercatorhalle von ihren Vorbildern, den englischen Town-Hall Orgeln?
Die **Eule-Orgel in der Mercatorhalle (Duisburg)** unterscheidet sich von den historischen **englischen Town-Hall-Orgeln** vor allem in Konzeption, Zielsetzung und technischer Umsetzung – auch wenn sie bewusst in *Anlehnung* an diese englisch-symphonische Tradition gebaut wurde. ([euleorgelbau.de][1])
1. **Adaptierung statt Kopie**
* **Stilvorbild, aber keine exakte Kopie:** Die Eule-Orgel ist *im Stil* der englischen Town-Hall-Orgeln des späten 19. und frühen 20. Jhd. konzipiert (z. B. Kinnaird Hall in Dundee oder Usher Hall in Edinburgh), aber bewusst *nicht als akribische Kopie eines einzelnen historischen Instruments*. Ziel war vielmehr, das Klangideal in eine moderne Konzertsaal-Akustik zu übertragen. ([euleorgelbau.de][1])
* Englische Town-Hall-Orgeln waren oft dominante, großformatige Einzelinstrumente, die unmittelbar an die große Säle und deren besondere Akustik gebunden sind. Die Duisburger Orgel wurde dagegen speziell auf die akustischen Gegebenheiten der Mercatorhalle abgestimmt und integriert. ([duisburger-philharmoniker.de][2])
2. **Akustische Gewichtung und Klangkonzeption**
* **Englische Town-Hall-Orgeln** sind historisch häufig gebaut worden, um in sehr großen Sälen – oft mit sehr langen Nachhallzeiten – ein starkes, durchsetzungsfähiges Klangbild zu liefern, das auch über große Distanzen tragfähig ist (z. B. riesige Principal-Chöre, sehr laute Tutti-Register, monumentale Zungenstimmen). ([B:Music][3])
* Die **Eule-Orgel** setzt stärker auf *flächige, mehrdimensionale Klangausbreitung* und *dynamische Flexibilität* (von sehr leisem Pianissimo bis majestätischem Tutti) – eine Antwort auf die Anforderungen moderner Konzertsaalakustik, in der die Orgel sowohl mit Chor als auch mit Orchester verschmelzen soll. ([euleorgelbau.de][1])
3. **Technik und Spielhilfen**
* Viele historische Town-Hall-Orgeln wurden mechanisch oder pneumatisch gebaut und orientieren sich an der Technik ihrer Zeit (mit hydraulischen oder pneumatischen Windanlagen und oft sehr großen, mechanischen Trakturen) – sie sind „historische Monumente“. ([Wikipedia][4])
* Die **Eule-Orgel** verfügt über eine *moderne elektrische Ton- und Registertraktur* mit umfangreicher Setzer- und Speichertechnik (10 000 Kombinationen, Second-Touch-Funktion, fahrbarer Spieltisch), die ein hohes Maß an Flexibilität und Bedienkomfort für heutige Organisten bietet. ([euleorgelbau.de][1])
4. **Klangliche Details und Registerauswahl**
* Die Mercatorhalle-Orgel enthält Register, die typisch für englische spätromantische Konzertorgeln sind, wie umfangreiche Zungen- und Orchester-Register, aber auch Elemente aus der Kino- und Theaterorgel-Tradition (z. B. Tibia clausa oder Vox humana), die bei vielen historischen Town-Hall-Orgeln so nicht vorhanden sind. ([euleorgelbau.de][1])
* Gleichzeitig wurde sie so disponiert, dass sie *nicht nur* Orchestertranskriptionen und romantische Literatur, sondern ein breites Repertoire von Barock bis zur zeitgenössischen Musik abdecken kann – eine Vielseitigkeit, die bei vielen klassischen Town-Hall-Orgeln nicht im Vordergrund stand. ([duisburger-philharmoniker.de][2])
| Merkmal | Eule-Orgel Mercatorhalle | Historische englische Town-Hall-Orgeln |
|---|---|---|
| Vorbild | Englisch-symphonischer Stil, adaptiert auf Konzertsaal | Original aus britischen Town Halls |
| Bauziel | Vielseitige Konzertsaal-Orgel | Vielseitige Konzertsaal-Orgel |
| Technik | Elektrische Traktur, moderne Setzer | Meist mechanisch/pneumatisch historisch |
| Klang | Dynamische Vielfalt und Raumverschmelzung | Groß, durchsetzungsfähig und monumental |
| Kopie | Nein, inspiriert und adaptiert | Originale historische Instrumente (siehe ([euleorgelbau.de][1]) |
[1]: https://www.euleorgelbau.de/de/orgeln/ar...rce=chatgpt.com "Duisburg, CityPalais - Konzertorgel in der Mercatorhalle - Orgelbau Eule : Orgelbau Eule"
[2]: https://duisburger-philharmoniker.de/dui...rce=chatgpt.com "Die Eule-Orgel · Duisburger Philharmoniker · Spielzeit 2025/2026"
[3]: https://bmusic.co.uk/what-we-do/who-we-a...rce=chatgpt.com "Town Hall Organ | B:Music"
[4]: https://en.wikipedia.org/wiki/Sydney_Tow...rce=chatgpt.com "Sydney Town Hall Grand Organ"
Für diesen Beitrag werden als Quelle auch facebook-Einträge, https://www.classical-music.com, https://www.readingmuseum.org.uk, News-Seiten, Zeitschriftartikel, Zeitungen, Reviews, Bücher, Uni-Bibliotheken, Kataloge etc. genannt.
Zitat von ReinerS im Beitrag #4
Schon interessant, was chatGPT einem so alles erzählen kann. Interessant wäre auch, wo es die ganzen Details so gefunden hat, denn es tut ja so, als ob es die beiden Orgeln sehr gut kennen würde. Dabei werden viele Details aufgelistet, die man so nicht im Internet findet, was eben die Frage nach der Herkunft der Informationen aufwirft.
Ich gehe davon aus, dass sämtliche Infos aus Online-Quellen stammen. Das können auch eingescannte Druckerzeugnisse sein.
Nachträgliche Abfrage:
Quellen, auf die ich mich für meinen vorherigen Beitrag zur Eule-Orgel bezogen habe (Anm.: Es waren insgesamt drei Abfragen):
Ich habe öffentlich verfügbare Fach- und Orgeldatenbanken, Hersteller- und Philharmonie-Informationen genutzt, die den Bau, die Konzeption und die Klangtradition der Orgel dokumentieren:
- PipeOrganMap / Orgeldatenbank – technische Daten zur Orgel der Mercatorhalle und Hinweise auf englische Town-Hall-Tradition.
- Orgel-Information.de – Disposition, Stilrichtung und Bauform der Orgel.
- Herstellerseite Hermann Eule Orgelbau – Aussagen zu Bauabsicht und klanglicher Konzeption.
- Organ Index und Presse/Orchesterseite – weitere Hintergrundinfos zur Orgel als englisch-symphonisches Konzept.
- Sekundärquelle zur Town-Hall-Tradition (Musikzeitung) – Kontext zu Vergleichs-Instrumenten wie in Dundee oder Edinburgh.
Was hier insgesamt so ein bißchen untergeht, das ist der wesentlichere Vergleich mit den Vorbild-Instrumenten in Edinburgh und Dundee, die ihrerseits nicht so viel mit der Hereford gemeinsam haben. Klar, sie sind schon verwandt, aber wenn man sich die Vorbilder genau ansieht, fallen schon sehr viele Gemeinsamkeiten mit der Eule auf, beispielsweise die jeweilige Dispostion und vor allem die Aufteilung und Bestückung der Einzel-Divisionen.
Ich habe die Eule übrigens mit zwei Presets in Gebrauch, einmal natürlich mit der Original-Akustik und dazu noch mit ausgeblendeten Releases in der IR-Version von Caen. Das ist nicht nur hochinteressant, sondern gibt einen Eindruck davon, wie das Instrument in einer Kathedrale klingen könnte. Vielleicht mach ich zu dem Thema demnächst auch mal ein Video.
Problematisch für mich ist leider inzwischen, dass nach intensivem Spielen mit der Eule einige andere Samplesets englischer Orgeln immer weniger ansprechend für mich werden. Das hängt allerdings weniger an den Orgeln selbst, sondern an der Sample-Bearbeitung, bzw. dem Klangbild, das das jeweilige Set bzgl. der Akustik bietet. Da ist beispielsweise das Twekesbury-Set allein von den bisherigen Demos für mich schon raus. Hall und Raum, ja, aber nicht auf Kosten der Klarheit. Das war allerdings auch früher schon bei Schallplatten- oder CD-Aufnahmen ein kritisches Thema.
Fakt ist, dass die Eule, auch wenn sie in Duisburg steht ;-) , für mich zusammen mit der Hereford das momentan ansprechendste britische Set darstellt. In nächster Zeit werde ich mir was "Größeres" Englisches damit auf YT vornehmen, das wird interessant.
Bin wirklich kein großer Organist vor dem Herrn, aber ich kann den Eindruck nur bestätigen. Ich hatte die Eule parallel zu der Royal Hospital Organ im Test. Von der Disposition her sind sie nicht unähnlich. Aber den Unterschied macht nicht nur die Akustik von Kathedrale bzw. Konzertsaal. Die Qualität der Samplesets unterscheidet sich doch deutlich. Die Royal Hospital ist viel unklarer aufgenommen. Zwar hat sie im Plenum einen insgesamt weichen, süffigen Sound, der auf Youtube-Videos vielleicht gut rüberkommt. Aber die Einzelstimmen haben mich nicht überzeugt. Zu konturlos, zu verschwommen. Kann sein, dass das Originalinstrument auch nicht in bestem Zustand ist.
Das einzige, was ich an der Eule-Orgel derzeit vermisse, ist ein weicher Subbass im Pedal. Der Bourdon 16' ist recht massiv; die leiseren 16'-Register sind Streicher. Aber man kann nicht alles haben. Kompetentere Leute als ich würden jetzt wahrscheinlich den Bourdon 16' reintonieren.
Gut aufgenommen erscheint mir auch die Lewis-Orgel aus der Albion Church zu sein. Viele schöne Stimmen, vor allem der Violon 16' und die zarten Streicher. Aber Solo und Choir sind dann doch etwas mager besetzt.
Zitat von Hautbois im Beitrag #8
Das einzige, was ich an der Eule-Orgel derzeit vermisse, ist ein weicher Subbass im Pedal. Der Bourdon 16' ist recht massiv; die leiseren 16'-Register sind Streicher. Aber man kann nicht alles haben. Kompetentere Leute als ich würden jetzt wahrscheinlich den Bourdon 16' reintonieren.
Probier mal im Rank Voicing die entsprechende, gesamte Pfeifenreihe zu markieren (für alle Perspektiven) und die Brightness zu reduzieren. Bzgl. Hall kannst du mal etwas mit IR experimentieren, das kann dir zumindest das Gefühl von Kirche/Kathedrale geben.
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