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Noch eine Sneak-Preview zur Mühleisen, Stiftskirche, Stuttgart
Hier kommt meine zweite kleine Sneak Preview zum kommenden Release des Hauptwerk-Models der Mühleisen-Orgel der Stiftskirche Stuttgart - produziert von Pipeloops Virtual Pipe Organs.
Virtuos und lustig erklingt das Scherzetto aus der großen Orgel-Sonate von Percy Whitlock.
Viel Spaß beim Hören 🙂
https://youtu.be/fxfLYC7yOs8
Beiträge nach Parameter für die Bewertung von Samplesets verschoben.
#4
Ich schließe mal an @Montre an:
Die Spielfähigkeit und musikalische Gestaltung finde ich sehr überzeugend – das vorneweg.
Klanglich habe ich beim Hören der ersten Minute relativ schnell den Eindruck eines bereits fertigen Klangbildes. Ich höre weniger, wie sich der Raum aus der einzelnen Pfeife heraus entwickelt, sondern eher eine von Anfang an geschlossene Mischung aus Ton und Hall. Die räumliche Tiefe wirkt für mich dadurch etwas eingeschränkt; der Raum erscheint eher gleichmäßig und wenig gestaffelt.
Was bei mir zusätzlich mitschwingt: Wenn diese räumliche Entfaltung und die individuelle Pfeifenansprache fehlen, kippt mein Höreindruck für mich etwas ins „Spieluhrhafte“ – also glatt, geschlossen und ohne die typische Entwicklung einer Pfeifenorgel im Raum.
Für mich ist das weniger eine Frage von „gut oder schlecht“, sondern des Ansatzes: Ich persönlich reagiere stärker auf Sets, bei denen sich der Raum erst im Hören aufbaut und nicht schon vollständig mitgeliefert wird.
Mich würde interessieren, ob andere gerade die ersten 20–30 Sekunden ähnlich wahrnehmen oder ob das bei euch anders ankommt.
Ja, mit der Akustik empfinde ich das auch so. Das liegt aber nicht am Sampleset, sondern an den installierten Akustik-Segeln an der Decke, die den Hall gezielt eindämmen. Der Vorteil ist ein sehr klarer Klang. Mit Hauptwerk kann man aber nachhelfen ;-) Bei romantischen Werken ist mehr Akustik gefragt.
Edit:
Ich würde gerne die gleiche Aufnahme mit dem letzten Sampleset-Stand hören. Eine WAV-Datei wäre ideal. Einfach das MIDI abspielen und aufnehmen.
#7
Der Hinweis auf die Akustik-Segel ist interessant, @Montre, – das erklärt sicher einen Teil der wahrgenommenen Direktheit/Trockenheit.
Mein Eindruck geht aber etwas darüber hinaus: Bei hochwertigen Samplesets hört man meist das Anblasgeräusch und das Einschwingen der Luftsäule deutlich – also die Transienten der Pfeifenansprache. Hier wirken die Töne für mich eher statisch und direkt, fast etwas synthesizerartig, was diesen „Spieluhr“-Eindruck verstärkt.
Auch die räumliche Entfaltung – wie sich der Klang von der Pfeife aus im Raum entwickelt – bildet sich für mein Empfinden nicht wirklich ab. Dadurch wirkt es für mich weniger wie „weniger Hall“, sondern eher wie ein insgesamt recht geschlossenes Klangbild. Mir fehlt dadurch etwas die akustische Tiefe, die ein Instrument dieser Größe eigentlich braucht, um nicht „klein“ zu wirken.
Deshalb bin ich mir nicht sicher, ob das ausschließlich an der Raumakustik liegt – oder ob nicht auch Aufnahme bzw. Sampleset eine Rolle spielen.
?
(Eine WAV-Version ohne YouTube-Kompression fände ich in dem Zusammenhang auch spannend.)
An der Sample-Arbeit von @ReinerS habe ich keine Zweifel. Ich habe in der Vergangenheit mehrere Demo-Sets von ihm ausprobiert und habe bisher keine Artefakte gefunden (im Gegensatz zu anderen Herstellern). Da kann ich aber nur für Mehrkanal über Kopfhörer sprechen. Lediglich die Orgeln selbst haben sich aus meinem Portfolio nicht genug hervor getan, was mich dann vom Kauf abhielt.
Man hört in den Originalaufnahmen von Kay Johannsen, wie trocken das auf der Empore klingt (siehe die Impro-Links hier in #2. Das klingt tatsächlich so unspektakulär.
Bezgl. Registrierung habe ich schon öfters erlebt, das die Ohren unterschiedlich empfinden. K.J. hat oft so registriert, das es meinen Ohren nicht gefiel (ständig der gleiche hölzerne, knorrige Klang). Da festigt sich dann der Gedanke, dass die Orgel für meine Ohren nicht gut klingt. Erst als Gastorganisten anders registriert haben, dachte ich spontan , "geht doch!".
Die Orgel hat ohne Zweifel ein sehr breites Klangspektrum. Aber wem die Akustik zu klein ist, der greift zur Beckerath in Hildesheim mit 8s oder die Fleiter in Billerbeck mit 6,5s (beides SP). Ich bin jedenfalls auf die Demo gespannt. Der Klang zu Hause entscheidet, die Demos werden dann keine Rolle mehr spielen. Sie muss sich für mich persönlich min. gegen die beiden Genannten behaupten müssen (auch wenn sie unterschiedlichen Typs sind).
Richtung volles Werk in der Impro 2025 hört es sich beim Original nicht mehr so prickelnd an. Vielfach wird ein unschönes Klangergebnis der Sampleaddition zugeschrieben, aber oft ist es auch beim Original im Tutti nicht mehr wirklich schön. K.J. verwendet mMn zuviel die Walze, so das oft gleiche Klangfarbmischungen heraus kommen. Das wird dann irgendwann langweilig.
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