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Kriterien zur qualitativen u. klanglichen Bewertung von SampleSets
Admin: Beiträge aus Noch eine Sneak-Preview zur Mühleisen, Stiftskirche, Stuttgart hierher verschoben.
Hallo @Christoph,
in einem Nebensatz sagst du etwas Entscheidendes: ".....zumindest betreffend der Parameter, die für mich wichtig sind " !
Wenn man diesen Fragen nachgeht, ist bei weitem nicht mehr "alles subjektiv". 😉
Grüße
@Amorosa Wie meinst Du das denn genau? "Parameter", die für mich wichtig sind, brauchen jemand anderes nicht einmal zu interessieren. Wenn alle die gleichen Parameter beurteilen würden, in gleicher Weise und objektiv, wären ja alle Produkte gleichermaßen beliebt oder unbeliebt. Insofern denke ich, gerade dieser Nebensatz belegt meine subjektive Empfindung.
Ein wichtiger "Parameter" ist die Eignung des Sets für Mehrkanal-Abstrahlung (bei mir 6 Kanäle mit sehr guten Monitoren").
Es ist ein ganz anderer Fall bei überwiegendem Kopfhörerbetrieb oder reiner Stereoabstrahlung mit Lautsprechern.
Hier unterscheiden sich Sets fundamental!
Ich finde, diese Aspekte bzw. Bedingungen gehören dazu, wenn man in einem Forum Aussagen über die "Qualität" eines Sets oder gar querbeet eines Herstellers macht.
Sonst könnte es bei "Nachahmern" durchaus Enttäuschungen geben, die ins Geld gehen.
Du verstehst meinen Punkt?
Ja, das mag sein. Allerdings habe ich seit jeher ein 7-Kanal-System und bin von daher ziemlich empfindlich, wenn ein sogenanntes Mehrkanal-Sample-Set eigentlich nur Stereo zu gebrauchen ist, weil die mittleren und hinteren Kanäle grottig klingen. Meine YT-Aufnahmen sind (bisher) immer nur Stereo, insofern betrachte ich jedes Set, das mich interessiert, sowohl stereo als auch mehrkanalmäßig. Das ist für mich eklatant wichtig, da ich zum Selbstspielen und Genießen eben eine taugliche Mehrkanal-Version brauche und für meine künstlerischen Äußerungen auf YT die gleiche Qualität in Stereo. Mein Hauptanliegen sind nach wie vor die Aufnahmen in künstlerischer Hinsicht, wobei ich dann eben eine Orgel nehmen kann, die am besten passt. (Das ist mein eigentlicher Traum bzgl. Hauptwerk.)
Wenn ich also aus meiner Sicht ein Set als hervorragend einstufe, dann nur deshalb, weil es mich in beiden Kategorien überzeugt hat. Und genau da hast Du natürlich recht: ausgehend von einer Stereo-Demo kann man inzwischen bei einigen Probanden so richtig auf die Nase fallen, wenn man feststellt, dass der Sample-Produzent es mit der technischen Feinarbeit nicht so wirklich genau nimmt. ;-)
Und noch eine persönliche Anmerkung: ich bin schon lange selbstständig tätig und führe mein Geschäft (anderes als die Musikbranche) gemäß meines Alters nach gewissen, heute teilweise überholten Grundsätzen. Und wenn ich dann das sauer verdiente Geld für Sample-Sets ausgebe, heißt das, dass ich auch mit dem Drumherum des Anbieters klar kommen muss.
Inzwischen ist der HW-Markt aber zum Teil mit Anbietern bevölkert, deren Geschäftsgebaren mich - vorsichtig ausgedrückt - irritiert. Auch das ist für mich ein Parameter: wenn mir der Anbieter suspekt ist, kaufe ich seine Produkte nicht. Ob die dann gut sind oder nicht, interessiert mich herzlich wenig. Ich war zum Beispiel vor mehr als 10 Jahren mit einem Produzenten in engem Kontakt, der mich mit seinen egoistischen und anmaßenden Ansätzen derart negativ beeindruckt hat, dass ich seine Sets nicht geschenkt wollte. Damals hatte ich einiges von ihm zum Testen und von mir aufgezeigte Fehler wurden als nichtig abgetan. Überdies hat er die Konkurrenz schlecht gemacht. Soviel zu meiner Meinungsbildung.
Wenn ich zwei Hersteller besonders mag, ist das nicht das Evangelium, sondern nur meine Empfindung.
@Christoph, @Amorosa
Wäre ein separates Thema "Bewertung von Samplesets" ab Beitrag #2 in eurem Sinne?
#7
Klar.
Mir geht es eher wenig um konkrete Beurteilung einzelner Sets. Da ist vieles Geschmackssache. Sondern eher auf einer Metaebene: Für welche Abstrahlung sollen sie geeignet sein? Wie ist der "Abstand" von der Orgel? Ist er möglichst natürlich klingend variabel? Möglichst ohne künstlich klingenden Effekt....
Und einiges andere mehr......
Ist der Titel passend gewählt?
Mir kommt es vor, als würden Hauptwerk-Sets oft nach unvollständigen oder vielleicht auch teilweise falschen Kriterien beurteilt:
nämlich danach, wie sie beim testweisen Hören klingen.
Viele ältere Sets (z. B. Caen oder Rotterdam von Sonus Paradisi … u. v. a.) sind klanglich nach wie vor beeindruckend. Gerade in Stereo wirkt das sofort „groß“ und überzeugend.
Aber wenn man genauer hinhört, ist der Raum dort meist stark in den Frontsamples enthalten. Man bekommt also immer eine fertige Kirche mitgeliefert – ob man will oder nicht.
Viele neuere Sets arbeiten hier ja anders:
mehr Perspektiven, klarere Trennung, weniger „eingebackener“ Raum.
Ich frage mich daher:
Achtet ihr beim Kauf darauf, wie ein Set mikrofoniert bzw. aufgebaut ist?
Oder entscheidet am Ende doch überwiegend ein irgendwie gearteter Gesamteindruck beim Hören?
Ein interessantes Thema, ich würde es allerdings eher „Kriterien zur qualitativen und klanglichen Bewertung von SampleSets“ nennen.
Zur Bewertung lässt sich ein ganzer Katalog von objektiven und subjektiven Kriterien definieren.
Objektive Bewertungskriterien wären z.B.:
• Mehrkanal (wurde ja schon genannt)
• Wet und/oder Dry
• Unterschiedliche Attacks
• Unterschiedliche Releases
• Tremulanten (real / synthetisch)
• Vollständige Samples aller Pfeifen (keine generierten Pfeifenklänge durch pitching etc.)
• Ausbalancierte Lautstärkeverhältnisse über den gesamten Tonumfang eines Registers
• Gut wahrnehmbare Pfeifenansprache (Mikrofon Nahbereichsaufnahme)
• Stereomix (lässt sich u.a. in den HW Mixereinstellungen festlegen)
• Samplerate der Aufnahmen
• Zusätzliches Mixer- oder Settingsmenü in HW
• Pipe delays (original / deaktivierbar)
• ...?
Bewertungskriterien (mehr subjektiv) zum Klang wären z.B.:
• Transparent
• Differenziert
• Dumpf
• Hell
• Klar
• Ausgewogen
• Detailtreu
• Räumlich
• Verzerrungsfrei
• Akustik
• …?
Zitat von Amorosa im Beitrag #11
Achtet ihr beim Kauf darauf, wie ein Set mikrofoniert bzw. aufgebaut ist?
Ich würde mir wünschen, dass zu jedem kommerziellen Sampleset eine Grafik mit dem Grundriss des Kirchenraumes und den Positionen der Mikrofone zur Aufnahme der Perspektiven mitgeliefert wird.
#14
Diesen Gedanken finde ich auch sehr überzeugend. Bei manchen Sets wird dies auch mitgeliefert. Das Set von Norden bietet eine Zeichnung des Raumes mit Eintragung der Mikrostandorte an. Bei den Settings kann man dann neben den voreingestellten Hörpositionen eigene Mischungen zusammenstellen.
Ich habe den Titel-Vorschlag von @septade übernommen.
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