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Neues Sweelinq-Sampleset
G.T. Bätz 1779 I+P 11 Register, Hervormde kerk, Heukelum (NL)
Sweelinq schreibt:
"Mit der Veröffentlichung des Sample-Sets der Gideon-Thomas-Bätz-Orgel in Heukelum erweitern wir die Sweelinq-Bibliothek um ein bemerkenswertes Instrument. Es ist die kleinste Orgel in der Sammlung, aber täuschen Sie sich nicht: Dies ist ein Instrument mit einem wahrhaft einzigartigen Charakter.
Hinter dieser kompakten Erscheinung verbergen sich eine Reihe von Sweelinq-Innovationen. Sweelinq hat seine IR-Technologie weiterentwickelt, was zu noch mehr Realismus und räumlicher Tiefe im Klangerlebnis führt. Auch das Sweelinq-Tremulant-Modell wurde integriert, wodurch das Tremulant natürlich auf den Windbedarf reagiert. Dies bringt nicht nur den Klang, sondern auch das Verhalten des Instruments sehr nahe an das Original heran.
Nachdem die vorherige Orgel beim Brand von 1699 zerstört worden war, beschlossen die Regenten von Heukelum, Simon van der Stel und Frans C. de Groot, im Jahr 1778, dass der Gemeindegesang wieder durch eine Orgel unterstützt werden sollte. Ihre Wappen zieren noch heute das Orgelgehäuse als stille Zeugen dieser ehrgeizigen Entscheidung. Gideon Thomas Bätz baute daraufhin ein Instrument, das zwar klein war, aber eine imposante Präsenz und einen großartigen Klang hatte. Es war darauf ausgelegt, eine kraftvoll singende Gemeinde zu begleiten, und verfügte unter anderem über eine kräftige Mixtur und ein markantes Kornett.
Im Laufe der Jahrhunderte hat die Orgel Restaurierungen, Reparaturen und den Zahn der Zeit überstanden. Die jüngste Restaurierung, die 2015 von Elbertse aus Soest durchgeführt wurde, deckte verborgene Mängel auf, hauchte dem Instrument aber auch neues Leben ein. Infolgedessen klingt sie nun wieder so, wie eine Bätz klingen sollte: lebendig, raffiniert und überraschend vollständig."
#2
Habe heute das kleine Sweelinq-Set in der Premium-Demo-Version gespielt. Meine bisherige Haltung zu Sweelinq war ja eindeutig: komfortabel in der Bedienung, aber klanglich – vor allem bei den großen Sets – durch die IR-basierte Raumdarstellung viel zu ähnlich und auf Dauer flach wie Plunder.
Dieses Set fällt für mich erstmals etwas aus diesem Raster. Habe es auch über meine 6 Kanäle trocken bzw. mit Rear geroutet.
Die Ansprache wirkt nicht mehr vollständig geklont. Wiederholte Töne sind nicht identisch, sondern zeigen eine gewisse Streuung. Das ist noch keine echte, organische Attack-Variation, aber deutlich weniger statisch als das, was man sonst oft hörte.
In gehaltenen Klängen passiert etwas. Der Ton bleibt nicht komplett stehen, sondern zeigt eine leichte Bewegung. Das ersetzt keine verschiedenen Mehrkanal-Perspektiven, die miteinander agieren, verhindert aber dieses typische schrecklich kalte „Einfrieren“ vieler einfacherer Umsetzungen.
Die Releases wirken sauberer gelöst. Sie kappen nicht ab wie feste Sample-Enden, sondern wirken etwas abgestuft – wenn auch noch recht gleichförmig.
Die Raumwirkung ist in Anbetracht der geringen Größe des Sets erstaunlich schlüssig. Es entsteht zumindest ansatzweise der Eindruck eines zusammenhängenden Raums und nicht nur eines Direktsignals mit nachgeschaltetem Hall wie bei vielen anderen Sweelinq-Sets. Die im Vergleich zu Hauptwerk deutlich reduzierte IR-Charakteristik bleibt aber hörbar. Das Gefühl von Individualität ist für mich noch nicht befriedigend vorhanden.
Im Tutti wird die Grenze deutlich: Der Klang wird dichter, aber nicht wesentlich komplexer. Die Register addieren sich, statt sich gegenseitig zu beeinflussen. Es fehlt das „Ineinanderarbeiten“, das bei guten Hauptwerk-Sets den entscheidenden Unterschied macht.
Unterm Strich: Für ein sehr kleines Set und innerhalb des Sweelinq-Systems ein klarer Fortschritt. In einigen Punkten erreicht es m.E. tatsächlich das Niveau guter älterer Hauptwerk-Sets – vor allem, weil es nicht mehr komplett statisch und wie eine Wand wirkt. :-)
Der grundlegende Unterschied zu wirklich guten, modernen Hauptwerk-Sets bleibt aber bestehen: Dort entsteht die Bewegung im Ton selbst – durch Attack-Streuung, viele Manipulationen auf der Engine-Ebene und Interaktion der Register, besonders bei Mehrkanal. Hier wirkt vieles noch eher wie eine nachträgliche "Lebendigmachung". (Vielleicht eine Anspielung auf Ostern? :-))
Trotzdem: Zum ersten Mal ein Sweelinq-Set, bei dem ich nicht sofort den Eindruck habe, gegen ein statisches, flaches System zu hören, sondern bei dem zumindest einige schöne Ansätze von klanglicher Eigenständigkeit vorhanden sind. Wahrscheinlich auch mitbedingt durch seine Kleinheit (1 Manual, nur 12 Register). Dadurch konnten sie wohl ausprobieren und Teile verbessern, ohne ihren eher minimalistischen Rahmen zu sprengen.
Würde mich interessieren, wie ihr es hört.
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