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Frage zu alten OAM Samplesets in Surround-Neuauflage
OAM bringt seit einiger Zeit diverse Stereo-Samplesets in Surround neu heraus. Aktuell ist die Silbermann-Metzler/Arlesheim lt. diesem Post in Arbeit. Mir stellt sich die Frage, wie die Surround-Kanäle entstanden sind. Die Arlesheim ist lt. dem Aufnahme-Post schon 18 Jahre alt, wo noch nicht an Surround zu denken war. Ich mag nicht glauben, das die Surround-Kanäle schon damals entstanden sind. Bisher habe ich allerdings nur überzeugende Aufnahmen gehört. Was meint ihr dazu? Hat jemand nähere Informationen zu der Entstehung der Surround-Kanäle?
#2
Ich gehe davon aus, dass die Orgel bereits 2008 mit vier Kanälen gesampelt wurde, auch wenn auf der Informationsseite nur von Multikanaltechnik die Rede ist.
#3
Zitat von Montre im Beitrag #1
Aktuell ist die Silbermann-Metzler/Arlesheim lt. diesem Post in Arbeit.
@Montre Der Link ist leider kaputt.
#5
Habe dazu folgendes gefunden: OAM bezeichnet die Arlesheim-Aufnahme von 2008 selbst ausdrücklich als Multikanalaufnahme.
Diese Mehrkanaltechnik war damals offenbar noch nicht primär für Surround gedacht. Der Grund war vielmehr, dass eine einzelne, relativ nahe Mikrofonposition die verschiedenen Werke einer Orgel je nach deren räumlicher Lage sehr unterschiedlich stark abbilden kann. In einem Artikel in organ wird Maiers Arbeitsweise ausdrücklich so beschrieben: Mehrere Mikrofonpositionen mit unterschiedlichem Abstand wurden gleichzeitig aufgenommen und später abgemischt. Dadurch konnten solche Ungleichgewichte zwischen den Teilwerken ausgeglichen und eine Perspektive erzeugt werden, die eher dem Höreindruck eines Zuhörers im Kirchenschiff entspricht.
Für Waltershausen 2008 ist beispielsweise eine 6-Kanal-Aufnahme dokumentiert; auch dort wurden die Lautstärkeverhältnisse entsprechend einer Zuhörerposition im Kirchenschiff angepasst.
OAM verwendet für sein Aufnahme-/Bearbeitungskonzept den Begriff OSM („Original Sound Mapping“), ohne das Verfahren technisch im Detail offenzulegen.
Das spricht m.E. dafür, dass für die neuen Surround-Versionen auf damals archivierte reale Mehrkanalspuren zurückgegriffen werden kann, statt Rear-Kanäle künstlich aus dem alten Stereo-Signal zu erzeugen. Nicht belegt ist allerdings, dass diese zusätzlichen Mikrofonpositionen 2008 schon ausdrücklich als „Rear“ gedacht waren.
In einer Dokumentation zum Annaberg Stereo Set (Jahresangabe laut Fußzeile 2013/2019) steht etwas von Surround, obwohl es das Set zu dem Zeitpunkt nur als Stereo-Version gab. Später hat Maier dann die Surround Version veröffentlicht, auch aus bereits vorhandenem Tonmaterial. Das deutet für mich schon darauf hin, dass zumindest ein 4-Kanal-Set in Planung war.
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