Der Audio-Mixer in Hauptwerk VIII

  • Seite 5 von 10
03.01.2024 00:04
avatar  Snah
#61
avatar

Danke Wolfgang, habe verstanden.
Wenn man nur vorne und hinten Boxen hat und das Set aber 6 Kanäle, dann könnte man z. B. den übrigen Kanal vorne oder hinten dazugeben bzw. dazumischen (panning). Wie hast du die 6 Kanäle bei der Alessandria aufgeteilt?

LG Hans


 Antworten

 Beitrag melden
03.01.2024 00:07 (zuletzt bearbeitet: 03.01.2024 00:12)
avatar  Montre
#62
avatar

Exakt. Bei der Alessandria die ganz einfache Konstellation Mixer-Preset 6-Channel, Seite 76.
Wenn ich dann mal 4 oder 6 Channel real nutzen kann, dann werde ich das Panning verwenden. In Stereo macht das ja keinen Sinn.
Das stelle ich mir dann extrem spannend vor. Die Close werden in der Lautstärke stark reduziert auf die Direct geschwenkt und die Direct minimal auf die Close. Das muss genial klingen.


 Antworten

 Beitrag melden
03.01.2024 19:07
avatar  Montre
#63
avatar

Unter Audio-Gruppen habe ich unter dem Bild ergänzt (kommt in der nächsten Version):

"Man sieht hier (zugegeben etwa abstrakt), dass Audio-Verbindungen zusammengefasst werden.
Eine Gruppe (group) besitzt nicht die Eigenschaft, Daten an einen Empfänger weiterleiten zu können, sondern es ist nur ein Container, der verschiedene Audio-Verbindungen (Busse) enthält.

Wozu braucht man Gruppen?
Man kann z.B. ganze Werke oder mehrere Register - z.B. eine Trompetenbatterie – als Gruppe zusammenstellen, die über bestimmte Lautsprecher ertönen sollen. Die Gruppierung vereinfacht die weitere Konfiguration.

Beispiel: Trompetenbatterie
Man wählt sich freie Busse und Lautsprecher für die Trompeteria aus und weist den Bussen jeweils einen bestimmten Audio-Ausgang (Audio output) bzw. Lautsprecher für die Trompeten-Register zu. Ein Lautsprecher (-Paar) ist jeweils in einem Bus als Ausgang zugewiesen. Diese Busse (Primary buses) werden in einer Gruppe (bus group) zusammengefasst, der man die optionale Bezeichnung „Trompeteria“ vergibt.

Im Rank routing kann man die entsprechenden Trompeten-Register der Gruppe „Trompeteria“ zuweisen."


 Antworten

 Beitrag melden
03.01.2024 19:22
avatar  Snah
#64
avatar

Hallo Wolfgang,
nochmals vielen Dank für das Kompendium.
Man traut sich schon gar nichts mehr zu fragen, denn nach jeder Frage kommen wieder ein paar Seiten dazu. Lieber Wolfgang du musst wieder Zeit zum Üben haben.

LG Snah


 Antworten

 Beitrag melden
03.01.2024 21:43
avatar  Montre
#65
avatar

Doch, doch, frag nur. Ich werde bei grundlegenden Verständnis-Problemen mit Hauptwerk auf einen separaten Faden verweisen müssen, aber was Multikanal angeht, kannst du hier schon thematisieren. Das macht die Doku nur besser. Die Gruppenergänzung ist auch nur durch Neithards Fragen zustande gekommen. Ich freue mich auch darüber, dass du dich damit befasst und auch stückweise verstehst und weiter kommst.
Wenn du so weiter machst, wirst du hier der zweite Multikanal-Hero :-)


 Antworten

 Beitrag melden
03.01.2024 23:35 (zuletzt bearbeitet: 03.01.2024 23:37)
#66
Ne

Zitat von Montre im Beitrag #65
Die Gruppenergänzung ist auch nur durch Neithards Fragen zustande gekommen

Sehr schön! Und ich dachte, ich hätte schon zuviel gefragt und damit den Bogen überspannt ....

So, ich kann Vollzug melden! Heute kamen noch 2 Adapter (XLR auf Klinke), so dass ich mein 2. Boxenpaar ans Audiointerface anschließen konnte. Habe nun eine 4-Kanal-Installation mit der St. Anne Mosley gemacht. Die Fronts wollte ich super trocken haben, habe die Hallfahnen mit dem kleinstmöglichen Zeitdauer versehen/abgeschnitten und keinen IR dazugenommen. Die Rears dann mit dem max. Hall (IR ... 5,7s) versehen. Himmlisch!!

Danach wollte ich wieder zuviel - und zwar habe ich meine Soundbar an ADAT1 wieder angeschlossen und wollte das Rear-Signal dahin umleiten. (Unter Touch Screen / Audio Device habe ich den ADAT-Kanal gefunden und umbenannt) Aber das ging noch nicht. Werde nochmal die Audiointerface-Bedienungsableitung studieren müssen.

Nichtsdestotrotz bin ich sehr zufrieden! Die Analogausgänge tun, was sie tun sollen!


 Antworten

 Beitrag melden
04.01.2024 00:21 (zuletzt bearbeitet: 04.01.2024 00:23)
avatar  Montre
#67
avatar

Glückwunsch! So kleine Erfolgserlebnisse tun gut nach einem Kampf mit der Theorie ;-)
Wenn die Soundbar läuft, dann richte dir mal ein gutes Sampleset ein. Das wird eine coole Sache.


 Antworten

 Beitrag melden
04.01.2024 21:53 (zuletzt bearbeitet: 04.01.2024 22:08)
avatar  Montre
#68
avatar

Hier möchte ich mal ein Multikanal-Beispiel zu Gehör bringen. Die A.Skinner, Pasadena hat eine ziemlich trockene Akustik (1,5s), die ich mit IR etwas aufgepeppt habe.

Eine Anmerkung zu der Air von Wesley: Das Stück habe ich vor ca. 27 Jahren auf einer CD gehört und keine Noten dazu gefunden. Ich fand es so schön, dass ich das Stück nach Gehör in Noten notiert habe. Jahre später habe ich eine Fassung ohne Pedal gefunden - aber was soll ich sagen, meine Fassung fand ich schöner

Jeweils ab ca. 0:12 geht es los. Die WAV ist ca. 61 MB groß. Komischerweise sind heute Störungen drin, die in den vergangenen Tagen nicht vorkamen. Immer so ein ganz leises Knacken. Aber es soll ja nur als Hörbeispiel dienen.

Das Bourdon 16' im Pedal müsste ich noch etwas leiser stellen, ist hier noch die Originaleinstellung.
Air von Wesley (Original-Akustik)

In der IR-Variante habe ich eine ungewöhnliche Konstellation verwendet, wo ich auch die Front-Kanäle mit einem IR versehen habe, weil mir der Klang zu nah und zu trocken war. Das Bourdon 16' wurde hier störend und habe das um 6 dB leiser gestellt.
Air von Wesley (mit IR)
Im letzten Akkord hört man etwas rauschen im Gemshorn 8'.

Ob es für eure Ohren gut klingt, wird Geschmacksache sein. Mit gefällt das Ergebnis sehr gut. Über den Wet%-Regler kann man die Akustik ohne Aufwand zwischen 0 und 100 regeln (im Beispiel 100).


 Antworten

 Beitrag melden
06.01.2024 01:25 (zuletzt bearbeitet: 06.01.2024 01:35)
avatar  Montre
#69
avatar

In der V1.17 habe ich die Kapitel Perspektiven und Audio-Gruppen überarbeitet.


 Antworten

 Beitrag melden
06.01.2024 10:35
#70
Or

Sehr schön, Wolfgang!
Deine IR-Variante öffnet den Raum um das Instrument ohne dabei irgendwie unnatürlich zu wirken.
Einige Teilwerke (SW) sind bei diesem Set im Orginal so direkt, als säße man nicht mehr im Kirchenraum sondern fast mitten im Schwellkasten.
Ich fände Deine genauen Einstellungen sehr interessant 👍🏻

Ps. …und auch sehr gut abgehört!


 Antworten

 Beitrag melden
06.01.2024 12:18
avatar  Klaus
#71
Kl

Ja, die IR-Variante hört sich wirklich sehr viel schöner an. Da sieht man mal wieder, wie wichtig das "wichtigste Register" einer Orgel ist: Die Akustik des Raums!


 Antworten

 Beitrag melden
06.01.2024 13:48
avatar  Montre
#72
avatar

Ja, das ist wahr.

@Organtob : Mein Handy ist gerade leer, ich mache dann Fotos von den Einstellungen.


 Antworten

 Beitrag melden
06.01.2024 13:54
#73
Or

Cool, danke :-)


 Antworten

 Beitrag melden
06.01.2024 21:05 (zuletzt bearbeitet: 06.01.2024 21:08)
avatar  Montre
#74
avatar

Für die IR-Aufnahme habe ich folgende Einstellungen verwendet:

Persp1
IR: HauptwerkReverb-Chuch01-Omni-6,7m-LR-3,8s (6,0s, RT60=3,8s)
wet pre-delay: 0,00
Fade out [ ] from: <none> in: <none>
Wet mix %: 23,00 Reverb wet level adjust (dB): -13,00

Persp2
IR: Sonus Paradisi, Church Zwolle Michaelis, omni 11 BPC (7.4s)(10.9s, RT60=6.4s)
wet pre-delay: 27,00
Fade out [x] from: RT60x120% in: RT60 x80%
Wet mix %: 17,00 Reverb wet level adjust (dB): -19,00

Das Pedal habe ich nur auf die Persp2 zugeordnet (heute ausprobiert: Pedal auf Persp1 ist besser).
Diese Einstellungen sind noch experimentell bzw. nicht optimal, haben aber jetzt für die Aufnahme ausgereicht.


Heute habe ich für die Persp2 diese Einstellungen ausprobiert (die kein Zwolle IR haben):
IR: HauptwerkReverb-Chuch07-Omni-24m-LR-6,7s (8,9s, RT60=5,9s)
wet pre-delay: 30,00
Fade out [x] from: RT60x40% in: RT60 x20%
Wet mix %: 25,00 Reverb wet level adjust (dB): -13,00


 Antworten

 Beitrag melden
06.01.2024 21:34
#75
Or

Super, danke Dir! Muss ich morgen mal ausprobieren 👍🏻


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!