von Beckerath / 1966 / Hildesheim, St. Andreas / DE

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18.03.2024 19:27
#31
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Ich habe heute per Mail bei Orgelhaus im Stiftsland nachgefragt. Man hänge beim online stellen hinterher, aber das Set sei dort im Laufe dieser Woche noch erhältlich.


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18.03.2024 19:34
#32
Sa

Ja, das hat mich auch gewundert!


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18.03.2024 22:19
avatar  Montre
#33
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Ich gestehe, ich war auch die letzten Tage neugierig, was das Set im Hauptwerkshop kostet :-)
Sie klingt anders als andere Orgeln und ich bin mir immer noch nicht sicher, ob mir das Set zu dem Preis gefallen könnte.


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01.04.2024 09:52
#34
Sa

Liebe Forianer,
ich habe das Set kurz vor Ostern in seiner Testversion ausführlich genutzt. Hier ein kleiner Bericht: Ich bin wirklich erstaunt, wie gut dieses Instrument im Jahr seiner Erbauung intoniert wurde. Die Prinzipale im HW bieten einen runden Klang, sie wirken kein bisschen spröde. Am Rückpositiv klingen sie etwas kammermusikalischer. Das Scharff am RP klingt hell aber nicht schreiend, die Mixtur am HW entwickelt viel Klanggröße, ohne dabei zu brüllen. Die Flöten am OW haben ein angenehmes Anblasgeräusch und überzeugen. Die Zungen am HW sind kräftig. Der Dulzian am RP unterstützt den Plenumsklang des RP und muss nicht zusätzlich abgedeckt werden, so wie man es von Barockorgeln kennt.
Schade, dass die Orgel nicht als Ganzes getestet werden kann. Mir war nicht klar, dass in den dunkelsten Stunden des Orgelbaus auch so etwas möglich war. Die Orgel wirkt durch und durch ästhetisch. Ich gehe davon aus, dass man mit den Aliquoten ähnliche Erfahrungen machen würde, sodass moderne und auch ältere Triomusik ein schönes Klangbild bekommen kann. In dieser Zeit wurde ja beim Registireren viel und gerne experimentiert. Der Hall ist natürlich riesig, aber man kann ja die diffusen Samples reduzieren. Der Hall verpasst dieser Orgel natürlich auch viel von ihrer schönen Klangwirkung, da der Raum nun einmal zum Gesamtbild dazu gehört.
Trotz des Halls wirkt alles noch klar und nie verschwommen. Ich habe Bachs C Dur Toccata und das kleine e Moll ausprobiert und es klang wunderbar. Vor lauter Spaß habe ich der Orgel eine mitteltönige Stimmung und Weckmeister III verpasst. Das war interessant, da das Instrument sofort an seine norddeutschen Ahnen erinnert. Sie ist der erste richtige Zeitzeuge der Nachkriegsära für HW.
Die beiden 32 Füße würden mich interessieren.
Die Orgel eignet sich zum Experimentieren und die alten Meister wirken echt überzeugent, das hätte ich so nicht erwartet. Ich habe einen vollkommen neuen Eindruck von der Orgelbewegung bekommen, das muss ich sagen. Natürlich ist es kein Alleskönner, wie die meisten Instrumente, die momentan gebaut werden, aber das will sie nicht sein und sie hat die 60er und 70er Jahre zum Komponieren animiert, das steht fest. Hans Friedrich Micheelsen hat eines seiner Orgelkonzerte dem damaliegen Kantor gewidmet.
Ich merke, dass ich in Süddeutschland groß geworden bin und hier ist diese Epoche doch etwas anders verlaufen. Beckerath ist ein positives Beispiel für die Orgeln dieser Zeit.
Der Preis ist stolz. Aber bei anderen Händlern würde man definitiv mehr hinblättern.
Also, Hut ab. Diese Orgel ist eine echte Bereicherung der HW-Orgellandschaft.

Salizional


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01.04.2024 11:26
avatar  Snah
#35
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Ich würde mal alles von Salizional über die Hildesheim so bestätigen.
Der Preis ist aber alles andere als überteuert. Für diese Qualität und Größe würde ich sogar von einem Schnäppchen sprechen. Wenn man noch die 15% Rabatt bei der Osteraktion bis zum 3. April abzieht, dann kann man doch nicht von einem stolzen Peis sprechen.

LG Hans


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01.04.2024 11:57
#36
Sa

Ja das stimmt natürlich, das ist man bei etwas mehr als 400 Euro.

Das Instrument war jedenfalls eine gute Entdeckung von Jiri Zurek.

Salizional


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01.04.2024 13:41
avatar  Montre
#37
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Zitat von Salizional im Beitrag #36
etwas mehr als 400 Euro.

476 EUR.

Zitat von Snah im Beitrag #35
. Wenn man noch die 15% Rabatt bei der Osteraktion bis zum 3. April abzieht

Wo bekommt man die?

VG
Wolfgang


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01.04.2024 13:53
#38
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Zitat von Montre im Beitrag #37

Zitat von Snah im Beitrag #35
. Wenn man noch die 15% Rabatt bei der Osteraktion bis zum 3. April abzieht

Wo bekommt man die?


Ein bisschen versteckt im Hauptwerkshop: Man muss auf der Startseite auf das Bild "Feiern Sie mit uns den Frühling" klicken, dann wird das 15%-SP-Angebot eingeblendet. Da die Frühlingsaktion bis zum 8. Mai gehen soll, kommen nach dem aktuellen SP-Angebot vermutlich noch ein paar andere.

Viele Grüße
Sascha


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01.04.2024 21:53
#39
Sa

Reinhold Brunnert hat auf dem Instrument eine erstaunlich schöne und dem Instrument angepasste Aufnahme der 5. Sinfonie von Widor produziert. Er hat mit den Registrierungen sehr gute Lösungen gefunden.


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02.04.2024 10:20
#40
Sa

Interessant dabei ist es, die fast zur gleichen Zeit entstandene Marcussen Orgel im Linzer Dom zu sehen und zu hören. Sie ist ähnlich disponiert, hat aber ein größer ausgebautes Schwellwerk und ist somit schon eher ein Vorreiter der Universalorgeln geworden. Anton Heiller hat hier seiner Zeit. Ja eine wirklich beachtliche Aufnahme von Regers Choralphantasie „Wachet auf“ produziert. Hierzu hat R. Summereder einen Artikel veröffentlicht. Das Instrument besitzt ähnlich hervorragende Klangqualitäten. Heilers Bach Spiel auf der Linzer Orgel gefällt mir allerdings wesentlich besser als die Aufnahme von M. Murray auf der Hildesheimer Beckerath Orgel. Also auch ein Beispiel der Nachkriegsära, was Qualität zeigt. Für mich ist das ein wirkliches Erlebnis, da die meisten umgebauten Instrumente dieser Zeit, meist aus der deutsche Fabrikorgelära des 19. Jh.s, doch wenig überzeugen konnten und meist zu Recht in den letzten Jahrzehnten verschwunden sind.
Das werden also sicher Zeitzeugen sein, die ebenfalls zu Recht Vorzeigeobjekte ihrer Zeit bleiben werden.

Salizional


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